Chemnitz, wie es dort wirklich aussieht: Verteilerkästen, Laternenmasten, Karl-Marx, "moderne" Architektur
Chemnitz, wie es dort wirklich aussieht: Verteilerkästen, Laternenmasten, Karl-Marx,  moderne  Architektur. 11.6.2006 (Matthias)
Herbststimmung auf dem Turmberg im Karlsruher Stadtteil Durlach.

Chemnitz, wie es dort wirklich aussieht: Verteilerkästen, Laternenmasten, Karl-Marx, "moderne" Architektur.

11.6.2006 (Matthias)

Thomas Oehler 03.11.2006 20:52
Na, na, na ihr beiden - was soll das denn heißen? Zeigen denn dann die anderen Chemnitz -Bilder eine geschönte Stadt? Ich will mal hoffen, dass dies rein ironisch gemeint ist.

Gruß Thomas
Gisela, Matthias und Jonas Frey 03.11.2006 22:45
Im Grund macht man das ja oft, die Dinge mit der Fotografie schönen. Dieses Bild ist der Anfang einer Reihe, wo wir die Städte so zeigen wollen, wie sie wirklich sind, mit Verteilerkästen, Bauzäunen, breiten Autostraßen usw..
Das Bild ist nicht gegen Chemnitz gerichtet, Verteilerkästen etc. gibt es auch in München.

Matthias
Volkmar Döring 05.11.2006 09:16
Freilich zeigt eine (unveränderte) Aufnahme wohl immer das Objekt so, „wie es wirklich ist“. Dennoch kann durch bewusste Motivwahl und Anwendung fotografischer Mittel (beides beherrscht Ihr sehr gut) der Fotograf seine persönliche Haltung zum fotografierten Objekt ausdrücken und mit Text untermauern bzw. erläutern.
Von Eurem Besuch in Chemnitz habt Ihr vier Farb- und ein Schwarz/Weiß-Foto veröffentlicht, jedoch nur zu letzterem schreibt Ihr: „Chemnitz, wie es dort wirklich aussieht…“. Das erscheint mir unlogisch und ich kann den Einspruch von Thomas Oehler verstehen.
Das Bild ist ein interessantes Zeitdokument, obwohl es wahrscheinlich ebenso ca. 20 – 30 Jahre früher aufgenommen worden sein könnte. Als Text würde ich passender finden: „Chemnitz oder Karl-Marx-Stadt?, 11.06.2006“ oder: „ Im heutigen Chemnitz finden sich noch einige Zeugnisse aus seiner 37-jährigen Karl-Marx-Stadt –Epoche (1953 – 1990), 11.06.2006“.
Würde dies nicht auch ausdrücken, worauf Ihr hinweisen wollt – zusätzlich zur Schwarz/Weiß-Darstellung?
Gisela, Matthias und Jonas Frey 05.11.2006 10:57
Durch die Wahl eines bestimmten Ausschnittes kann man schon die Welt fotografisch schönen. Beispielsweise solche Verteilerkasten wird man, wenn man bewusst fotografiert, versuchen nicht mit ins Bild zu nehmen.

Bei dieser Aufnahme bleibt so was aber im Bild und wird auch in die Bildgestaltung einbezogen. Hier hat mich die Reihung der drei Masten fasziniert mit der anlogen Reihung der Häuser im Hintergrund, während auf der anderen Seite das Karl-Marx-Denkmal von dem Bürobau umschlossen wird. Die Verteilerkästen haben ihren Platz in der Ecke gefunden. Ich versuche also eine ansprechende oder überlegte Bildgestaltung ohne Ausblendung hässlicher oder wenig ansprechender städtischer " Einbauten" oder Situationen, daher die Überschrift " ...wie es wirklich aussieht" .

Bei zwei der anderen Aufnahmen hat mich mehr die Kontraste der Bauten aus unterschiedlichen Entstehungszeiten interessiert, wobei mir das Zusammentreffen Alt - Neu durchaus gefällt. Hier versuchte ich fotografisch unterschiedliches in Beziehung zu setzen. Das Bild vom Schoßteich ist eher romantisch, zeigt eine " heile" Welt. Bei der weiteren Aufnahmen war der Spiegl-Effekt das Motiv.

Neben den " schönen" Bildern, werde ich wie gesagt auch versuchen, bewusst gestaltete Aufnahmen hier zeigen, die nicht das Ausblenden (im Sinne von Ausserhalb des Bildausschnittes) was störend ist, sondern auch diese Dinge mit einbezieht und somit vielleicht ein ehrlicheres Abbild der Wirklichkeit darstellen.

Matthias

Kai Gläßer 12.03.2007 09:07
Wenn man bei Städtebilder ausschnitte zeigen kann, die auch negatives zeigen und deren fotografischer Sinn nicht unbedingt für jedermann erkennbar ist, dann frage ich mich warum solche Bilder bei Bahnbilder von anderen Fotografen nicht freigeschaltet werden. Bsp. ein Pfahl von 5cm Durchmesser vor ´ner Lok von 20m Länge. Aber egal. Chemnitz hat genau so wie andere Städte auch schöne und unschöne Ecken. Nach Venedig darf man auch nicht fahren, wenn man erwartet, dass die abgelegenen Orte schön sind.
Hätte eher noch gedacht, dass wieder dümmliche Sprüche über den Nischel kommen, was zum Glück ausgeblieben ist.
Gisela, Matthias und Jonas Frey 12.03.2007 19:14
Gerade bei Bahnbilder wäre es mal ein Versuch wert, die Tristese der Bahn fotografisch einzufangen und es ist ein Unterschied, ob ein Bild durch Nachlässigkeiten einfach schlecht und unbedacht fotografiert ist oder ob ganz bewusst die weniger schönen Dinge unser Umgebung aufgenommen werden.

Aus diese Reihe ...wie es dort wirklich aussieht, gibt es auch noch Bilder aus Hannover und Stuttgart. Abseits der Postkartenmotive gibt es eben auch viel " Nichtperfektes" , das gerade auch wieder seinen besonderen Charm hat.

lg Matthias
Chemnitzer Ansichten: Da wo Chemnitz am schönsten ist, am Schloßteich, mit der Schloßkirche. Aber wo ist das Schloß? 9.6.2006 (die WM hatte gerade begonnen) (Matthias)
Gisela, Matthias und Jonas Frey
Chemnitzer Ansichten: Blick entlang der Glaswand eines Kaufhauses zur Straßen der Nationen. Westlich des Rathause ist Chemnitz heute geprägt durch Kaufhausneubauten unterschiedlichen Stils. 11.6.2006 (Matthias)
Gisela, Matthias und Jonas Frey
1241 800x521 Px, 10.10.2006
Chemnitzer Ansichten: Durchblick zwischen Kaufhäusern zum Markt mit Rathaus. Das gläserne Gebäude wurden von den Architekten Ingenhoven und Partner geplant. Diese Architekten gewannen in Stuttgart den Wettbewerb zum Bau einen neunen unterirdischen Hauptbahnhofes im Rahmen des Projektes "Stuttgart 21". 11.6.2006 (Matthias)
Gisela, Matthias und Jonas Frey
Chemnitzer Ansichten: Roter Turm, Stadthalle und Hotel Mercure. 11.6.2006 (Matthias)
Gisela, Matthias und Jonas Frey